Erstausbildung Reha allgemein

Basisinformationen
Das BFZ Berufsförderungszentrum Peters bildet seit Jahrzehnten mit großen Erfolg Rehabilitanden in einer verkürzten Ausbildungszeit von bis zu 24 Monaten in anerkann- ten Ausbildungsberufen aus. Problematisch war häufig die Ausbildung von Menschen, die als Leistungen zum Lebensunterhalt lediglich Ausbildungsgeld beziehen könnten. In Absprache mit der IHK München ist es uns gelungen, hier eine Lösung zu finden, die in vielen Fällen eine Erstausbildung ermöglicht.

 

Zielgruppe:

Behinderte Personen über 21 Jahren ohne Erstausbildung

Nach § 122 SGB III haben behinderte Menschen Anspruch auf Ausbildungsgeld, u.a.:

  1. während einer erstmaligen beruflichen Ausbildung
  2. wenn kein Anspruch auf Übergangsgeld besteht.

Voraussetzungen:
  • Nach § 122 SGB III haben behinderte Menschen Anspruch auf Ausbildungsgeld, u.a.:
  • während einer erstmaligen beruflichen Ausbildung
  • wenn kein Anspruch auf Übergangsgeld besteht.

Voraussetzung für die Gewährung des Ausbildungsgeldes ist das Vorliegen eines AUSBILDUNGSVERTRAGES, der mit dem BFZ - Berufsförderungszentrum Peters abgeschlossen wird.

Das BFZ wird durch die Vereinbarung eines Ausbildungsvertrages im rechtlichen Sinne zum Ausbildungsbetrieb i.S. §§ 2, 14 BBiG. Damit sind die Voraussetzungen für die Gewährung von Ausbildungsgeld geschaffen.

 Verkürzung der Ausbildung nötig:

 Die Förderdauer für eine Ausbildung beträgt höchstens 24 Monate.

Die Ausbildungsdauer gem. den Ausbildungsordnungen, liegt bei 24 - 42 Monate. Daher ist eine Abkürzung der Ausbildungszeit gem. § 8 BBiG nötig, diese muss von der prüfenden Stelle (in den meisten Fälle die IHK) genehmigt werden.

Mit der IHK München und Oberbayern wurden folgende Verkürzungsgründe vereinbart:

  • Alter über 21 Jahre: Verkürzung um - 12 - Monate
  • Mittlere Reife:  Verkürzung um -  6 - Monate
  • HochschulreifeVerkürzung um - 12 - Monate

Im Einzelfall ist eine Kombination von Verkürzungsgründen möglich, um auch die Erstausbildung mit einer normalen Dauer von 42 Monaten in der Förderdauer von 24 Monaten ausbilden zu können.

Beispiele: 
Beispiel 1: Frau A, 22 Jahre, Abschluss Hauptschule, möchte Kaufmann für Büroma- nagement (Ausbildungsdauer 36 Monate) werden. Folge: Verkürzung um 12 Monate möglich (über 21 Jahre) => Erstausbildung innerhalb 24 Monaten möglich.

Beispiel 2: Herr B, 23 Jahre, kein Schulabschluss, möchte Mechatroniker (Ausbildungs- dauer 42 Monate) werden, die Ausbildung muss daher um 18 Monate verkürzt werden. Folge: Verkürzung um 12 Monate möglich (über 21 Jahre) => Erstausbildung innerhalb 24 Monaten NICHT möglich.

Beispiel 3: Herr C, 22 Jahre, Mittlere Reife, möchte Industriemechaniker (Ausbildungs- dauer 42 Monate) werden.
Folge: Verkürzung um 12 Monate möglich (über 21 Jahre)
weitere Verkürzung um 6 Monate möglich (Mittlere Reife) =>Erstausbildung innerhalb 24 Monaten möglich. 

Weitere Voraussetzungen:
Weiter ist in jedem Falle zu prüfen, ob die Berufsschulpflicht erfüllt ist. Dies ist im Regelfall bei vollendeten 21. Lebensjahr der Fall, bei jüngeren Personen muss der Einzelfall geprüft werden. Frühzeitige Absprache mit dem BFZ ist notwendig, da mit der IHK die Verkürzung der Ausbildungszeit geklärt werden muss und dies einen zeitlichen Vorlauf braucht.

Zugang zum Arbeitsmarkt:

 Alle Zugänge sind gewährleistet. Durch Unterstützung unseres Eingliederungsmanagements ist die Arbeitsaufnahme nach der Ausbildung außerordentlich wahrscheinlich.

Ihr Nutzen :
  • Betreuung durch unsere Sozialpädagogen und Psychologen und ärztlichen Dienst möglich.
  • Praktika während der Ausbildung. Dadurch enger Kontakt mit der Arbeitswelt.
  • Führerscheinerwerb während der Ausbildung bei uns mit lediglich geringem Eigenanteil in Höhe von ca. 240,-- Euro für denAuszubildenden möglich.
  • Gezielte Prüfungsvorbereitung, dadurch hohe Bestehensquoten.
  • Unterstützung bei der Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt durch die erfahrenen Mitarbeiter unseres Reha-Managements unter Nutzung des Netzwerks unserer guten Kontakte zur regionalen Wirtschaft. Wir erzielen eine Eingliederungsquote von ca. 78 %, in vielen Berufen, gerade im gewerblich-technischen Bereich und den Sicherheitsberufen, von bis zu 100 %

Fördermöglichkeiten:
Reha Erstausbildung

Termine & Anmeldung