Checkliste Umschulung / berufliche Weiterbildung *

Mach den Umschulungs-Check - 9 Gründe für eine neue berufliche Zukunft

Damit es beruflich wieder aufwärts geht, kann eine Umschulung oder berufliche Rehabilitation einen entscheidenden Beitrag leisten.
 
Die Checkliste soll klären helfen, ob eine Umschulung in Frage kommt. Es gibt hierbei verschiedene Umschulungsformen. Für alle Formen der Umschulung gelten ähnliche Voraussetzungen.
 

1. Ich möchte mich beruflich verändern.

Grundvoraussetzung für das Erlernen eines neuen Berufes ist natürlich, der Wille, überhaupt einen anderen Beruf zu erlernen. Ist der nicht gegeben, tut man sich schwer, überhaupt eine Auswahl aus den vielen Möglichkeiten zu treffen. In vielen Fällen ist das auch nicht notwendig. Über Maßnahmen zum Beispiel des beruflichen Eingliederungsmanagements (BEM) können viele Erleichterungen geschaffen werden, die noch das Arbeiten in einer Arbeitsstelle ermöglichen.

2. Ich habe keine Ausbildung, aber arbeite in einem Beruf als Angelernter und möchte Arbeitslosigkeit vorbeugen.

Wenn keine Erstausbildung besteht, wäre dies in diesem Fall keine Umschulungsmaßnahme – die ja eine vorherige Berufsausbildung voraussetzt – sondern eine Weiterbildungsmaßnahme oder Ausbildung. Zuständig und erste Ansprechpartner sind die jeweiligen Arbeitsagenturen, vor allem, wenn die drohende Arbeitslosigkeit schon gemeldet werden muss.

3. Eine Erstausbildung, wurde abgebrochen oder nicht erfolgreich abgeschlossen.

Wenn Sie eine Ausbildung begonnen haben, diese jedoch nicht abschließen konnten, sind die Aussichten für eine Finanzierung der Umschulungsmaßnahme in vielen Fällen recht gut. Allerdings hängt dies stets davon ab, aus welchem Grund Sie die Ausbildung nicht beenden konnten. Eine Einzelfallprüfung ist in jedem Fall notwendig.

4. Ich bin arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht.

Bei Arbeitslosigkeit wird von der Arbeitsagentur oder Jobcenter in der Regel geprüft, wie groß Ihre Chancen sind, ohne weitere Maßnahmen, eine Arbeitsstelle zu finden. Für eine Förderung wird der Arbeitskräftebedarf in den jeweiligen Branchen der Region geprüft. Vor einer Umschulung stehen die Möglichkeiten von Integrationsmaßnahmen und Fortbildungen.

5. Ich bin krank und arbeitslos und kann meinen Beruf deshalb nicht mehr ausüben.

Für Arbeitslose sind zumeist die Arbeitsagenturen oder Jobcenter zuständig. Bei Bedarf und nach Prüfung der Erkrankung kann die Zuständigkeit an Versicherungsträger wie z.B. Rentenversicherung übergehen. Um nicht vorzeitig wegen gesundheitlicher Probleme in Rente gehen zu müssen, zahlt die Rentenversicherung medizinische Rehabilitationsmaßnahmen für den Wiedereinstieg in den Beruf. Sind die Voraussetzungen für eine Umschulung nicht erfüllt oder ist eine Umschulung nicht erwünscht, können andere Maßnahmen ergriffen werden. Ansprechpartner finden Sie in Arbeitsagentur oder Jobcenter. Wenn die Zuständigkeit geklärt ist, kann der nächste Schritt in Richtung neuer Beruf gemacht werden.

6. Es ist abzusehen, dass ich aufgrund einer Allergie, eines Unfalls oder einer Krankheit in meinem Beruf nicht mehr arbeiten kann.

Wie bei 5. ist zuerst eine Zuständigkeit zu klären. Erste Anlaufstelle ist die Arbeitsagentur. Gesundheitliche Probleme führen zu besonderen Umschulungs-Voraussetzungen: Umschulungsmaßnahmen stellen oft eine neue berufliche Perspektive dar. Diese Maßnahme kommt vor allem zum Tragen, wenn andere Rehabilitationsmöglichkeiten ausgeschöpft wurden. Darunter fallen unter anderem Wiedereingliederungsmaßnahmen über Schulungen

7. Ich bin berufsunfähig, kann meinen bisherigen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben.

Nach einer Klärung der Zuständigkeit muss festgestellt werden, inwieweit eine Umschulung für die weitere Arbeitstätigkeit notwendig ist. So führt z.B. die dauerhafte Beinverletzung eines Dachdeckers zur Bewegungseinschränkung. In diesem Fall ist es für ihn unmöglich, seinen Beruf weiterhin auszuüben, da er mit dieser Einschränkung nicht mehr auf ein Hausdach steigen kann. Für den Fall, dass die vorher genannte Beinverletzung aus einer beruflichen Tätigkeit herrührt, käme die Berufsgenossenschaft als sogenannter Leistungsträger in Frage. Einer Tätigkeit beispielsweise als Einzelhandelskaufmann stünde diese körperliche Beeinträchtigung jedoch nicht im Wege. Daher kann in vielen Fällen eine Umschulung den Betroffenen dabei helfen, auch weiterhin am Erwerbsleben teilzunehmen.

8. Ich kann meinen bisherigen Beruf nicht mehr ausüben, weil sich der Arbeitsmarkt verändert hat und meine Qualifikation nicht mehr ausreicht.

Bei Arbeitslosigkeit wird von den Berufsberater/-innen der Arbeitsagenturen oder Jobcenter in der Regel geprüft, wie groß Ihre Chancen sind, ohne weitere Maßnahmen, eine Arbeitsstelle zu finden. Für eine Förderung wird der Arbeitskräftebedarf in den jeweiligen Branchen der Region geprüft. Vor einer Umschulung stehen die Möglichkeiten von Integrationsmaßnahmen und Fortbildungen.

9. Ich befinde mich in einer medizinischen Rehabilitationsmaßnahme und mir wurde angeraten, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zu beantragen.

Maßnahmen zur beruflichen Rehabilitation oder zur Berufsförderung werden auch als Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bezeichnet. Durch eine Erkrankung können Lücken im beruflichen Wissen entstehen, bisherige Kenntnisse und Fähigkeiten sogar verloren gehen oder tech­nische Neuerungen einfach verpasst werden. Damit Sie dies möglichst ausgleichen können, bietet die berufliche Rehabilitation die Möglichkeit der Berufsvorbereitung, berufliche Anpassung, berufliche Weiterbildung, unterstützte Beschäftigung oder berufliche Ausbildung (Umschulung). Ansprechpartner finden Sie bei der Arbeitsagentur und der deutschen Rentenversicherung in den jeweiligen Bundesländern. Ausnahmen stellen private und berufsständische Versicherungsträger dar.

*Eine Umschulung kommt eventuell in Frage, wenn einer oder mehrere Punkte positiv beantwortet werden. Sprechen Sie mit uns oder Ihrem Berater.

 

 

Weitere Fragen klären:
Christina Huber
Telefon: 08638 69 136
info@peters-bg.de

Infotage im BFZ Peters in Waldkraiburg
Termine unter http://www.peters-bg.de/bfz-infotag

 

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